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Luxussteuer in Italien

11.01.2012
Fliegen Sie bloß nicht nach Italien - der Trip könnte deutlich teurer als geplant werden. Italien hat nämlich vor, die Halter von Flugzeugen mit einer Luxussteuer zu belasten. Vorgesehen ist, dass für alle Flugzeuge, die sich länger als 48 Stunden auf italienischem Territorium befinden, jährlich eine einmalige Steuer von 1,50 Euro pro Kilogramm MTOW zu zahlen sind. Für Flugzeuge, die mehr als 2000 Kilogramm wiegen, werden sogar 2,50 Euro pro Kilogramm verlangt. Schon zum 1. April (kein Scherz) soll das Gesetz in Kraft treten. Der DAeC hat sich an Europe Air Sports und die European Gliding Union gewandt, um Schritte gegen das Vorhaben zu prüfen.

Mit der sogenannten Luxussteuer sollen sowohl die italienischen Halter von Luftfahrzeugen als auch die ausländischen Piloten, die mit ihrem Flugzeug ein- oder durchfliegen, belastet werden, wenn sie sich für mindestens 48 Stunden in Italien aufhalten.
Deutsche Luftsportler müssten also in Zukunft bei einem Aufenthalt in Italien erheblich tiefer in die Tasche greifen. Genaue Details zu der Erhebung der Steuer werden Ende Februar mit der Verabschiedung einer Durchführungsverordnung erwartet. Auf Grundlage des bereits verabschiedeten Gesetzes würde ein Ausflug nach Italien zum Beispiel mit einer Cessna 150 rund 1100 Euro mehr kosten. Die Teilnahme an einem Segelflugwettbewerb in Italien belastet die Sportler zusätzlich pauschal um 450 Euro. Unklar ist noch, ob Ultraleichtflugzeuge von der Steuer ausgenommen sind.
Deutsche Piloten kennen Italien als guten Gastgeber für Wettbewerbe und italienische Flugplätze als reizvolle Ausflugziele. Etliche unserer Vereine pflegen langjährige, enge Kontakte zu den europäischen Nachbarn. Gerne fliegen deutsche Piloten im Frühjahr in den italienischen Alpen. Der DAeC zusammen mit den europäischen Partnern wird sich deshalb gegen die geplanten Steuern zur Wehr setzen und mögliche politische und rechtliche Schritte prüfen.

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